Auszeichnung Kategorie Mobiler Hilfsdienst und Hauskrankenpflege 2026
Unmögliches möglich machen
VN/Katja Grundner • 12. Mai 2026
Immer wieder ist die diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin Margrit Bösch auch außerhalb ihrer Dienstzeit für die Pflegebedürftigen und Angehörigen im Einsatz. „Wenn man die Arbeit mit Herzblut macht, ist das beinahe selbstverständlich“, sagt die 63-Jährige.
Margrit ist seit über 30 Jahren beim Gesundheits- und Krankenpflegeverein Rankweil in der mobilen Pflege tätig, wobei sie und ihr elfköpfiges Team auch für die Gemeinden Meiningen und Übersaxen zuständig sind. Seit rund zehn Jahren ist sie außerdem stellvertretende Pflegeleiterin. Eigentlich wäre für sie der Schritt in die Pension längst möglich gewesen, aber aus Leidenschaft für ihren Beruf und weil ihr Beitrag im Verein noch gefragt ist, arbeitet sie weiterhin. Teammitglieder sehen in ihrer langen Berufserfahrung und Professionalität einen wichtigen Gewinn.
Ein Schwerpunkt ihrer Tätigkeit liegt in der Pflege von Palliativpatienten, wofür sie sich zusätzlich ausbilden ließ. In der Arbeit mit unheilbar erkrankten Menschen wird vor allem ihre empathische und herzliche Art geschätzt. Dabei integriert sie auch Elemente aus anderen Weiterbildungen wie der Kräuterpädagogik und der Aromatherapie.
Die vielseitige Arbeit in der Hauskrankenpflege hat Margrit immer große Freude bereitet. „Das Schönste daran ist die Nähe zu den verschiedensten Menschen“, schildert die gebürtige Lustenauerin. Denn sie unterstützt Patienten ebenso wie Angehörige. Beide liegen ihr gleichermaßen am Herzen. Auch wenn sie pflegt und unterstützt, versteht sie ihre Tätigkeit nicht nur als Geben, sondern auch als Empfangen: „Ich habe viel von meinen Klienten gelernt, zum Beispiel in Sachen Durchhaltevermögen und Versöhnung.“
Kreative Lösungen
Neben der Pflege und der Leitungsvertretung zählt das Case Management zu Margrits Aufgaben. Dabei erstellt sie ein maßgeschneidertes Versorgungspaket für ihre Klienten. Zum Beispiel führt sie Erstabklärungen durch und kümmert sich darum, dass der Übergang von einer Einrichtung wie dem Krankenhaus nach Hause funktioniert.
Speziell heutzutage ist Case Management sehr herausfordernd – unter anderem wegen der Zunahme von komplexen Betreuungs- und Pflegesituationen, dem Mangel an Pflegebetten in der Langzeitpflege und der Tatsache, dass Angehörige oft nicht mehr im direkten Lebensumfeld leben. „Manchmal muss dabei von einem auf den anderen Tag eine Lösung gefunden werden.“ Trotz der Schwierigkeit ist es der ausgebildeten Case Managerin ein großes Anliegen, die Wünsche ihrer Klienten zu erfüllen.











